Wertpapierkredite
Wertpapierkredite werden – wie der Name es bereits vermuten lässt – mit einigen wenigen Ausnahmen, ausschließlich für den Kauf von Wertpapieren vergeben. Wie bei jedem Kredit, gibt es auch bei den Wertpapierkrediten deutliche Unterschiede, was die jeweiligen Konditionen betrifft. Diese variieren hier jedoch nicht nur je nach Bank, sondern auch je nach Art der Wertpapiere. Die Kredite werden an die Anleger von ihrer Bank vergeben. Dabei werden die Wertpapierdepots des Kunden beliehen und diese bilden dann auch die Sicherheit. Allerdings sollte man sich selbst trotz allem nicht in völliger Sicherheit wiegen, denn die Börsengeschäfte laufen nicht immer gleichmäßig. Der Beleihungswert steht mit dem Wert des Wertpapierdepots des Kunden im engen Zusammenhang. Daraus resultiert die Tatsache, dass wenn der Wert des Wertpapierdepots sinkt, fällt natürlich auch der maximale Beleihungswert. In so einem Fall kann es also durchaus passieren, dass das Kreditinstitut die eine oder andere Position auflöst, und diese als zusätzliche Sicherheit einbehält.
Allgemein kann man sagen, diese Form von Kredit kann mitunter ziemlich risikoreich sein, ist daher nicht für jedermann geeignet. Empfehlenswert ist der Wertpapierkredit eher für Personen, die sich in der Börsenbranche gut auskennen, denn hier ist eine – noch so gute – Beratung kein Garant dafür, dass der Wert der Wertpapiere langfristig gleich hoch bleibt. Zu viele Spekulationen bringen weitere Risiken mit sich. Der Kredit, den man für eine Aktie einräumt ist immer etwas niedriger, als deren aktuell tatsächlicher Wert. Auch die Zinssätze sind unterschiedlich, diese bewegen sich zwischen 4,5 und 7% und gelten somit als relativ günstig.